Bei Gesellschafterstreit zuerst Beschlusslage und Handlungsfähigkeit sichern
Gesellschafterkonflikte betreffen häufig zugleich Stimmrechte, Geschäftsführung, Informationszugang, Finanzierung und operative Entscheidungen. Eine schnelle, aber ungeordnete Eskalation kann den wirtschaftlichen Schaden vergrößern. Für die erste Prüfung braucht es Gesellschaftsvertrag, Beteiligungen, Organstellung, Beschlüsse, Termine und ein klares wirtschaftliches Ziel.
Gesellschafterversammlungen, Ladungen, gerichtliche Termine, Finanzierungsfristen oder drohende Maßnahmen gehören an den Anfang der Anfrage. Die Plattform wahrt keine Fristen.
Diese Angaben und Unterlagen bereithalten
Übermitteln Sie zunächst nur das, was für Fachgebiet, Region, Dringlichkeit und Konfliktprüfung erforderlich ist. Der unabhängige Partner legt nach Mandatsannahme fest, welche weiteren Unterlagen sicher benötigt werden.
- Gesellschaftsvertrag und aktuelle Gesellschafterliste
- Beteiligungsquoten und Organstellungen
- Ladungen, Tagesordnungen und Beschlüsse
- Geschäftsführer- und Anstellungsverträge
- Relevante Finanz- und Unternehmensunterlagen
- Chronologie des Konflikts und gewünschtes Ergebnis
1. Rechtsform und Machtverhältnisse abbilden
Nennen Sie Gesellschaft, Beteiligungsquoten, Stimmrechte, Geschäftsführung und besondere Vereinbarungen. Wirtschaftlicher Einfluss und formelle Rechtsposition müssen getrennt betrachtet werden.
2. Beschlusslage vollständig sichern
Ladungen, Tagesordnungen, Protokolle, Umlaufbeschlüsse und Widersprüche sollten nach Datum geordnet werden. Markieren Sie anstehende Termine und bereits umgesetzte Maßnahmen.
3. Informationszugang dokumentieren
Halten Sie fest, welche Unterlagen verlangt, bereitgestellt oder verweigert wurden. Beschreiben Sie konkret, welche Entscheidungen ohne ausreichende Information getroffen werden sollen.
4. Operative Risiken priorisieren
Liquidität, Bankzugang, Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, IP und laufende Verträge können unmittelbar betroffen sein. Benennen Sie die drei größten wirtschaftlichen Risiken.
5. Lösungsziel definieren
Fortsetzung der Zusammenarbeit, klare Governance, Trennung, Anteilsübertragung oder gerichtliche Klärung sind unterschiedliche Ziele. Eine Priorisierung erleichtert die Strategie.
6. Unabhängigen Partner anfragen
Die Plattform bewertet keine Beschlusswirksamkeit und vertritt keine Partei. Sie koordiniert nur eine mögliche Mandatsanfrage bei einem unabhängigen Partner.
Wichtige Punkte vor der Kontaktaufnahme
Kann Schwarz-Stein Law einen Beschluss stoppen?
Nein. Die Plattform übernimmt keine Vertretung oder fristwahrende Handlung.
Welche Unterlagen zuerst?
Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterliste, Ladungen, Beschlüsse, Geschäftsführerverträge und eine Chronologie.
Sollte ich sofort eine Versammlung einberufen?
Das hängt von Satzung, Zuständigkeit und Ziel ab und muss individuell geprüft werden.
Wie entsteht das Mandat?
Nur durch ausdrückliche Annahme des unabhängigen Partners.
